Willkommen beim Lanxess Zwischenbericht H1/2012!

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Bilanzstruktur

Die Konzernbilanzsumme des LANXESS Konzerns zum 30. Juni 2012 betrug 7.016 Mio. €. Sie lag damit um 138 Mio. € bzw. 2,0 % über dem Wert von 6.878 Mio. € zum 31. Dezember 2011. Diese Entwicklung war vor allem auf den Anstieg des Net Working Capital zurückzuführen.

Das langfristige Vermögen erhöhte sich im ersten Halbjahr um 40 Mio. € auf 3.529 Mio. €. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen dabei um 58 Mio. € auf 3.110 Mio. €. Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen aufgrund der gezielten Wachstumsstrategie mit 229 Mio. € deutlich über dem Vorjahreswert von 177 Mio. €. Die Abschreibungen beliefen sich in der ersten Jahreshälfte auf 181 Mio. € nach 150 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Aus der Erstkonsolidierung der im ersten Quartal 2012 erworbenen Gesellschaft Tire Curing Bladders, LLC, Little Rock (USA), ergaben sich Zugänge in einstelliger Millionenhöhe. Die Erhöhung des Equity-Beteiligungsbuchwerts resultierte vor allem aus dem positiven Ergebnis der Currenta GmbH & Co. OHG in der ersten Jahreshälfte 2012. Die Entwicklung der sonstigen Beteiligungen war vom Erwerb einer strategischen Minderheitsbeteiligung an der BioAmber, Inc., Minneapolis (USA), im ersten Quartal 2012 sowie von der Marktbewertung der Beteiligung an der Gevo Inc. (USA) infolge der aktuellen Aktienkursentwicklung der Gesellschaft beeinflusst. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen lag mit 50,3 % leicht unter dem Niveau zum 31. Dezember 2011 von 50,7 %.

Die kurzfristigen Vermögenswerte betrugen 3.487 Mio. €, was einem Anstieg gegenüber dem 31. Dezember 2011 von 98 Mio. € bzw. 2,9 % entspricht. Die Vorräte erhöhten sich um 202 Mio. € auf 1.588 Mio. €. Diese Entwicklung war insbesondere auf einen operativ getriebenen Aufbau der Bestände sowie die Vorbereitung von Wartungsstillständen zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Rahmen der Ausweitung des Geschäftsvolumens ebenfalls deutlich um 184 Mio. € auf 1.330 Mio. € gegenüber dem Wert zum Jahresende 2011. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerte verringerten sich in Summe um 294 Mio. € auf 234 Mio. €. Ursächlich hierfür war insbesondere die planmäßige Tilgung der fälligen Euro-Benchmark-Anleihe aus 2005. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme betrug 49,7 % nach 49,3 % zum 31. Dezember 2011.

In der Bilanz des LANXESS Konzerns sind bedeutende selbsterstellte Vermögenswerte aufgrund der Bilanzierungsvorschriften nicht enthalten. Hierzu gehören der Markenwert von LANXESS sowie die Werte anderer Marken des Konzerns. Sie wurden im Berichtszeitraum mithilfe einer Vielzahl von Maßnahmen kontinuierlich weiterentwickelt und unterstützten dadurch die anhaltend erfolgreiche Positionierung unserer Business Units im Markt.

Daneben stellen unsere etablierten Kunden- und Lieferantenbeziehungen einen signifikanten, aber nicht aktivierungsfähigen immateriellen Wert dar. Die jahrelange, durch kontinuierlich hohe Lieferqualität gefestigte, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten ermöglicht es uns, konsequent an unserer Preis-vor-Menge-Strategie festzuhalten. Unsere Technologie- und Innovationskompetenz, der ebenfalls ein hoher Wert beizumessen ist, fußt auf unserem spezifischen Wissen in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Custom Manufacturing. Hierdurch generieren wir signifikanten Mehrwert für unsere Kunden.

Das Know-how und die Erfahrung unserer Beschäftigten sind ebenfalls tragende Säulen unseres unternehmerischen Erfolgs. Darüber hinaus verschaffen uns ausgereifte Produktions- und Geschäftsprozesse Wettbewerbsvorteile in den für uns relevanten Märkten.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital gegenüber dem 31. Dezember 2011 um 185 Mio. € bzw. 8,9 % auf 2.259 Mio. €. Der Anstieg resultierte insbesondere aus dem Konzernergebnis des ersten Halbjahres von 369 Mio. €. Dem gegenüber standen im Wesentlichen negative Effekte im kumulierten übrigen Eigenkapital aus der Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Zum 30. Juni 2012 lag der Anteil des Eigenkapitals an der Konzernbilanzsumme bei 32,2 % nach 30,2 % zum 31. Dezember 2011.

Das langfristige Fremdkapital erhöhte sich zum 30. Juni 2012 um 356 Mio. € auf 3.071 Mio. €. Neben der bereits im ersten Quartal 2012 in chinesischen Offshore-Renminbi emittierten Anleihe im Volumen von 500 Mio. CNH – umgerechnet 60 Mio. € – mit einer Laufzeit von drei Jahren wurden zwei weitere Anleihen über jeweils 100 Mio. € mit Laufzeiten von 10 bzw. 15 Jahren begeben. Der Anstieg der Rückstellungen für Pensionen um 120 Mio. € auf 799 Mio. € ergab sich hauptsächlich aus der Anpassung der zur Bewertung herangezogenen Zinssätze in Folge des gesunkenen Marktzinsniveaus. Der Anteil des langfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme lag bei 43,8 % nach 39,5 %. zum 31. Dezember 2011.

Das kurzfristige Fremdkapital betrug 1.686 Mio. € und lag somit um 403 Mio. € bzw. 19,3 % unter dem Wert zum 31. Dezember 2011. Dies resultierte im Wesentlichen aus der planmäßigen Tilgung der fälligen Euro-Benchmark-Anleihe aus 2005. Die kurzfristigen Ertragsteuerschulden stiegen geschäftsbedingt an. Gegenläufig entwickelten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme lag zum 30. Juni 2012 bei 24,0 % nach 30,3 % zum Jahresende 2011.

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