Willkommen beim Lanxess Zwischenbericht H1/2012!

Springe direkt:zur Hauptnavigation,zum Inhaltsbereich,zur Suche

Ergebnis

Bruttoergebnis vom Umsatz

Die Kosten der umgesetzten Leistungen erhöhten sich im Quartalsvergleich leicht unterproportional zum Umsatz um 7,6 % auf 1.833 Mio. €. Wesentliche Gründe für die Mehrkosten waren gestiegene Fertigungskosten, höhere Einstandspreise für Rohstoffe und in geringerem Umfang auch für Energien, sowie negative Einflüsse aus der Währungsumrechnung. Hinzu kamen Portfolioeffekte aus den zuletzt erworbenen Geschäften, insbesondere der Keltan-EPDM-Akquisition. Aufgrund von Preisrückgängen des Schlüsselrohstoffs Butadien zum Ende des Berichtsquartals waren Wertberichtigungen auf Vorräte vorzunehmen. Im Vorjahr hatten Neubewertungseffekte bei den Vorräten aus der Kaufpreisallokation im Zusammenhang mit dem Erwerb des Keltan-Geschäfts das Ergebnis belastet.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag mit 591 Mio. € um 9,6 % über dem Wert des Vorjahresquartals. Die Bruttomarge verbesserte sich von 24,0 % auf 24,4 %.

Die Preise für strategische Rohstoffe, vor allem für Butadien und Isobutylen, aber auch für andere bedeutende Rohstoffe, lagen trotz einer rückläufigen Preisentwicklung zum Quartalsende zum Teil noch deutlich über Vorjahresniveau. Wir konnten diese jedoch in allen Segmenten vollständig in den Markt weitergeben, so dass unsere intakte Preis-vor-Menge-Strategie das Bruttoergebnis deutlich unterstützte. Die rückläufige Nachfragesituation wirkte sich belastend aus. Demgegenüber stand jedoch der im Saldo weiterhin positive Einfluss der Wechselkurse. Die Anlagenauslastung lag aufgrund der Nachfragesituation und geplanter Produktionsstillstände unter dem Niveau des Vorjahresquartals.

Im Halbjahresvergleich stiegen die Kosten der umgesetzten Leistungen proportional zum Umsatz um 11,5 % auf 3.629 Mio. €. Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag mit 1.183 Mio. € um 122 Mio. € über dem Vorjahresergebnis. Die Gründe hierfür entsprechen im Wesentlichen denen des zweiten Quartals. Die Bruttomarge erreichte folglich im Sechsmonatsvergleich mit 24,6 % den Vorjahreswert.

EBITDA vor Sondereinflüssen nach Segmenten
             
in Mio. € Q2/2011 Q2/2012 Veränd. in % HJ/2011 HJ/2012 Veränd. in %
             
Performance Polymers 229 257 12,2 428 512 19,6
Advanced Intermediates 65 79 21,5 140 149 6,4
Performance Chemicals 95 78 – 17,9 185 161 – 13,0
Überleitung – 50 – 52 – 4,0 – 92 – 91 1,1
  339 362 6,8 661 731 10,6

EBITDA und EBIT

Im zweiten Quartal 2012 erhöhte sich das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) und Sondereinflüssen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 23 Mio. € bzw. 6,8 % auf 362 Mio. €. Dieser Anstieg resultierte insbesondere aus Preiseffekten begleitet von positiven Wechselkurs- und Portfolioeinflüssen. Der Rückgang der Absatzmengen sowie die unter anderem energiekostenbedingt höheren Fertigungskosten wirkten einer weiteren Ergebnisverbesserung entgegen. Die Vertriebskosten erhöhten sich um 4,3 % auf 195 Mio. € insbesondere aufgrund von Währungseinflüssen, der Portfolioeffekte aus den im Geschäftsjahr 2011 getätigten Akquisitionen sowie von gezielten Anpassungen der Vertriebs- und Logistikstrukturen. Entlastend wirkten die analog zur Mengenentwicklung rückläufigen Frachtkosten. Wegen der Ausweitung der Forschungsaktivitäten im Rahmen unserer LANXESS Technologieinitiative stiegen die Forschungsaufwendungen signifikant von 34 Mio. € auf 53 Mio. €. Den größten Anteil an der Entwicklung hatte unser Segment Performance Polymers. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen im Konzern lag mit 14,9 % auf dem Vorjahresniveau von 15,1 %.

Das Segment Performance Polymers steigerte das EBITDA vor Sondereinflüssen im zweiten Quartal spürbar um 28 Mio. € auf 257 Mio. €. Die nach wie vor hohe Rohstoffkosteninflation wurde durch zeitnahe Preisanpassungen kompensiert. Positive Wechselkurseinflüsse, insbesondere aus dem US-Dollar, sowie ein letztmaliger kleiner Portfolioeffekt aus dem Erwerb des Keltan-EPDM-Geschäfts glichen Mengenrückgänge sowie Kostensteigerungen, unter anderem aus dem Ausbau der Forschungsaktivitäten, aus.

In unserem Segment Advanced Intermediates lag das EBITDA vor Sondereinflüssen mit 79 Mio. € über dem Niveau des Vorjahresquartals von 65 Mio. €. Positive Preiseffekte glichen die höheren Rohstoffkosten aus und konnten gestiegene Energiekosten kompensieren.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen im Segment Performance Chemicals ging von 95 Mio. € im Vorjahreszeitraum auf 78 Mio. € zurück. Höhere Rohstoffkosten im Segment wurden auch hier vollständig in den Markt weitergegeben. Ergebnisbelastend wirkten neben rückläufigen Mengen und zusätzlichen Aufwendungen für Wartungsstillstände in der überwiegenden Zahl der Business Units auch der damit verbundene Rückgang der Anlagenauslastung sowie steigende Fertigungskosten. Aus den Akquisitionen der Business Units Rhein Chemie, Functional Chemicals und Material Protection Products ergaben sich geringe positive Portfoliobeiträge.

Im Halbjahresvergleich wuchs das EBITDA vor Sondereinflüssen um 70 Mio. € auf 731 Mio. €. Die Vertriebskosten erhöhten sich insbesondere aufgrund der für das Quartal beschriebenen Effekte um 6,7 % auf 381 Mio. €. Wegen der Ausweitung der Forschungsaktivitäten stiegen die Forschungsaufwendungen signifikant von 65 Mio. € auf 98 Mio. €. Die EBITDA-Marge des Konzerns lag mit 15,2 % auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums von 15,3 %.

Im Segment Performance Polymers trugen insbesondere Preiserhöhungen, unterstützt von vorteilhaften Portfolio- und Währungseffekten, zu der spürbaren Ergebnisverbesserung bei. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg von 428 Mio. € auf 512 Mio. €. Das Ergebnis im Segment Advanced Intermediates lag bei 149 Mio. € nach 140 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Grund für die Erhöhung waren hauptsächlich Preiseffekte. Das Segment Performance Chemicals verzeichnete ein rückläufiges Ergebnis, welches bei 161 Mio. € nach 185 Mio. € im Vorjahreszeitraum lag. Positive Preis- und Währungseffekte konnten den Rückgang der Absatzmengen sowie gestiegene Funktionskosten nicht kompensieren.

Das operative Ergebnis (EBIT) des Konzerns betrug 251 Mio. € im zweiten Quartal 2012 nach 255 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Steigende Abschreibungen aufgrund neu in Betrieb genommener Anlagen belasteten das Ergebnis leicht. Die im sonstigen betrieblichen Ergebnis enthaltenen Sonderaufwendungen von 20 Mio. €, von denen 18 Mio. € EBITDA-wirksam waren, betrafen im Wesentlichen Maßnahmen zur Anlagenkonsolidierung in unserem Segment Performance Chemicals. Im Vorjahresquartal fielen Sonderaufwendungen von 5 Mio. € an, die vollständig EBITDA-wirksam waren.

In der Halbjahressicht erzielte LANXESS ein auf 528 Mio. € verbessertes operatives Ergebnis (EBIT) nach 501 Mio. € im Vorjahr. Die im sonstigen betrieblichen Ergebnis enthaltenen Sonderaufwendungen betrugen 24 Mio. €, von denen 22 Mio. € EBITDA-wirksam waren. Sie betrafen neben den bereits im Quartal beschriebenen Maßnahmen zusätzlich Aufwendungen für die Konzeption und Umsetzung von IT-Projekten. Die Sonderaufwendungen des Vorjahreszeitraums von 10 Mio. €, die vollständig EBITDA-wirksam waren, betrafen vor allem Effizienzsteigerungsmaßnahmen sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit Unternehmenstransaktionen.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis betrug im zweiten Quartal 2012 wie im Vorjahreszeitraum minus 23 Mio. €. Im Zinsergebnis stieg der Zinsaufwand aufgrund höherer Finanzverbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr an. Entlastend wirkte, dass ein im Vergleich höherer Betrag anteiliger Bauzeitzinsen – im Wesentlichen im Rahmen der Großinvestition in Singapur – aktiviert wurde. Die ausgewiesenen Zinsaufwendungen lagen somit nur leicht über denen des Vorjahres. Die Zinserträge blieben weitgehend unverändert. Das sonstige Finanzergebnis war im Gegensatz zur Vorjahresperiode nicht durch Einmalaufwendungen belastet. Das anteilige Ergebnis der at equity bewerteten Gesellschaften, vor allem der Currenta GmbH & Co. OHG, betrug 3 Mio. € nach 7 Mio. € im Vorjahr.

In der Halbjahressicht lag das Finanzergebnis bei minus 51 Mio. € nach minus 50 Mio. € im Vorjahr. Dem aufgrund der gestiegenen Finanzverbindlichkeiten deutlich größeren Zinsaufwand stand ein höherer Betrag an aktivierten Bauzeitzinsen gegenüber. Zudem war das sonstige Finanzergebnis nicht wie im Vorjahr von Einmalaufwendungen belastet.

Ergebnis vor Ertragsteuern

Das Ergebnis vor Ertragsteuern erreichte im zweiten Quartal 228 Mio. € nach 232 Mio. € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Steuerquote betrug 22,4 % nach 22,0 % im Vorjahresquartal.

Im Halbjahresvergleich erhöhte sich das Ergebnis vor Ertragsteuern aufgrund der Verbesserung des operativen Ergebnisses von 451 Mio. € auf 477 Mio. €. Die Steuerquote lag bei 22,4 % nach 22,8 % im Vorjahreszeitraum.

Konzernergebnis und Ergebnis je Aktie

Auf andere Gesellschafter entfiel im zweiten Quartal 2012 ein Ergebnisanteil von 1 Mio. €, während im Vorjahr kein Ergebnisanteil zu berücksichtigen war. Im Halbjahresvergleich war in 2012 wie in 2011 ein Ergebnisanteil von 1 Mio. € zu berücksichtigen. Das Konzernergebnis betrug im zweiten Quartal 176 Mio. € nach 181 Mio. € im Vergleichszeitraum. Im Halbjahresvergleich erhöhte es sich von 347 Mio. € auf 369 Mio. €. Bei einer unveränderten Anzahl umlaufender LANXESS Aktien lag das Ergebnis je Aktie im Quartalsvergleich mit 2,11 € leicht unter dem Niveau des Vorjahres von 2,17 €. In der Halbjahressicht verbesserte es sich von 4,17 € auf 4,43 €.

Service

Weiterführende Links